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Die Abenteuer von Marlene und Timmy der Ziege
Kathrin Baltzer


Bücher und mehr

Der Schmetterling

ein Film von: Philippe MUYL

Frankreich 2002

Der alte Julien (Michel Serrault) erzählt der kleinen Elsa (Claire Bouanich) am Lagerfeuer folgende Geschichte:

"Also es spielt am Tag des jüngsten Gerichts. Die Zeit ist gekommen und der liebe Gott empfängt alle Lebewesen, um zu erfahren, wer wirklich fleißig war.

Als erster meldet sich freiwillig das Kaninchen.
‚Na Kaninchen, was hast du aus deinem Leben gemacht?’
‚Ich bin durch die Felder gerannt und habe fleißig Kinder gemacht.’

Dann kommt der Vogel.
‚Was hast du aus deinem Leben gemacht?’
‚Ich bin durch die Lüfte geflogen und habe Kinder gemacht.’

Dann nähert sich vorsichtig der Hirsch.
‚Was hast du aus deinem Leben gemacht, Hirsch?’
‚Ich habe den Wald mit meinem Röhren erfreut und habe Kinder gemacht.’

Das Dromedar.
‚Ich bin durch Wüsten geschaukelt und habe Kinder gemacht.’

Und dann kam der Wolf.
‚Was hast du aus deinem Leben gemacht, Wolf?’
‚Eines Tages, es war Winter, da brauchte ich Kraft, um meine Jungen zu füttern und – na ja – da habe ich das Kaninchen gefressen.’

Da kommt der Hund zu Gott.
‚Was hast du aus deinem Leben gemacht, Hund?’
‚Ich war meinem Herrchen treu und habe Kinder gemacht.’

Ja und dann – dann kommt der Mensch.
‚Was hast du aus deinem Leben gemacht, Mensch?’
‚Ich habe gearbeitet, habe Geld verdient, habe geackert bis zum umfallen, naja und ich habe natürlich auch fleißig Kinder gemacht.’
‚Und was ist dann aus deinen Kindern geworden?’
‚Sie sind im Krieg gefallen.’

Ja und dann verkündet Gott sein Urteil.
‚Die Tiere haben es gut gemacht, aber die Menschen, haben viele Fehler begangen. Aber – ach was soll’s, alle kommen ins Paradies.’
‚Auch die Menschen?’ fragen die Tiere verwundert.
‚Ja die Menschen auch.’ antwortet Gott. ‚Es ist alles meine Schuld. Ich hatte es zu eilig. Ich habe die Welt in sieben Tagen erschaffen. Hätte ich zwei Wochen dafür gebraucht, wer hätte es mir denn vorwerfen können? Und dann hätte ich sie vielleicht besser gemacht.’“

19.1.09 17:12


Ich habe ein Herz auf Hiddensee gefunden

Völlig ahnungslos, dass Hiddensee einst eine beliebte Künstlerinsel war, habe ich dort Ruhe und Abstand gesucht, um meine Projekte weiterzuentwickeln. Ich habe mich immer gewundert, warum alle Leute gesagt haben, ich soll mit neuen Ideen zurück kommen. ‚Komisch’ dachte ich ‚wissen die was ich vorhabe?’ Aber nun ist mir die Sache klar.

Tja geschrieben habe ich nichts – ABER sehr viel erlebt.


Besonders ans Herz legen kann ich die literarischen Führungen der Berliner Verlegerin Ute Fritsch. Sie erzählt von den kreativen Menschen auf Hiddensee, zeigt Gemälde vor Originalinselblicken und liest Texte, die auf Hiddensee entstanden und / oder von Hiddensee erzählen und das auf die denkbar hinreisenste Weise. Konsequent in blau gekleidet, fällt ihr immer mal wieder die schwere Büchertasche um, Fotos gleiten ihr aus dem Hefter und stets finden sich gerührte Zuhörer, die sich anbieten ihr die Tasche zu tragen oder Bücher abzunehmen. Ja, ich habe es sogar erlebt, wie eine ältere Dame, die schon ein paar Führungen mitgemacht hatte, in mütterlicher Fürsorge ihre Geldscheine sortiert und geglättet hat. Neben ihrer weichen, warmen Vorlesestimme fasziniert sie mit ihrer ungewollt kreativen Art sich auf Chaos und Eselsohren zuzubewegen. Das macht sie zu einer Hiddenseer Sehens- und Hörenswürdigkeit selbst. Demnächst gibt es die Inselführung auch als Buch in ihrem » Verlag Jena 1800 – UNBEDINGT KAUFEN!!! - kann ich da nur sagen.

Tänzer der Palucca Schule auf Hiddensee - Gret Palucca kam gern nach Hiddensee und wurde hier begraben.

Dann findet sich auf der Insel noch eine hochkarätiges Theater die „Seebühne“. Es ist ein winziges Puppentheater mit kurzen einstündigen Stücken mit viel Witz und Verstand. Vielfältig ist das Programm ebenso. Ich habe in 14 Tagen sechs verschiedene Stücke gesehen von Kafka bis zum „Hase und Igel“. Das alles bewältigen ein Mann und eine Frau ganz allein. UNBEDINGT BESUCHEN!!!

Auch das Zeltkino hat Niveau. Wunderschöne Leckerbissen, die man in den großen Kinopalästen nicht oder nur selten zu sehen bekommt. UND KEINE WERBUNG – nur Kinoenthusiasmus – schätze ich.


Ja und dann natürlich konnte ich mich an der Natur und dem Meer nicht satt sehen. Ich bin kein Naturbeschreiber. Natur muss man selbst sehen und fühlen. Die Farben, die Weite, der Fahrtwind auf endlosen Fahrradstrecken, die Pferdeäpfel auf allen Wegen, der Wald und die plötzlichen Meerblicke durch die Zweige, der sich ständig wandelnde Himmel, die Stürme, der Strand, der Meerschaum, … . All das legt sich auf die Schultern wie ein Mantel der Ruhe und Zufriedenheit.

Bei einem literarischen Abendspaziergang wunderte sich Frau Fritsch, dass sie keine Sonnenuntergangsgedichte von Hiddensee finden konnte. Wir saßen am Strand, sahen eben diesen Sonnenuntergang und lauschten ihren Worten – und ich dachte ‚Wollte ich ein Gedicht darüber schreiben, würde es lauten: „ohne Worte“’


... und eines Tages fand ich bei einem Strand- spaziergang und einem zufälligen Blick auf den Boden ein Herz, von der Natur aus einem Stein gewaschen.

Ich komme zurück Hiddensee!!!

8.8.08 12:09


Leidenschaft auf der Buchmesse Leipzig

Ich war am Wochenende zum zweiten mal auf der Buchmesse in Leipzig. Das erste Mal war ich wie erschlagen. Deshalb wollt ich eine ganze Weile nicht wieder hinfahren. Jetzt war ich doch wieder da. Schon auf der Zugfahrt habe ich mich gewundert, warum so viele junge, geschminkte Mädchen im Zug saßen. Auf der Messe war es dann klar. Eine Flut von verkleideten Mangafans tummelten sich auf der Buchmesse. Manche Figuren habe ich sogar erkannt aus Zeichentrickfilmen. Man stelle sich vor, andere Genres würden auch solche leidenschaftliche Begeisterung auslösen. Die Messebesucher würden ihre Freude an Literatur und Geschichten einfach nach außen ausleben. Das wär was !

siehe dazu auch aci.blogg.de

17.3.08 10:14




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